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  Tag 4 - Etappe 3 - Madlena Haus/Vna (Schweiz)



Radkilometer:
52 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 11,5 km/h
Bergauf: 1345 hm
Bergab: 1675 hm
Höchster Punkt: 2608 m (FIMBER Pass)
Zeit Unterwegs: 09:03 h
Reine Fahrzeit: 04:30 h
Beginn: 08:34 Uhr
Ende: 17:37 Uhr (VNA 1660 Hm)
Unterkunft: Hotel Arina




Vom tollen MADLENA HAUS unterhalb des Silvretta Stausees, wo wir ein klasse Lager mit prima Duschen hatten, ging es nach einem opulenten Frühstück die atemberaubende Serpentinenstraße hinunter nach GALLTÜR.
Aufgrund unserer hier schlechten Kartenrecherche haben wir den rechts des Vermuntsbaches verlaufenden Weg übersehen der sicherlich die eiskalte Abfahrt deutlich aufgeheizt hätte. Naja,
beim nächsten Mal sind wir schlauer. Außerdem war
es oben so eiskalt und die Blicke auf die umliegenden Gipfel waren, wenn sie vom Hochnebel freigegeben wurden, so wahnsinnig, dass wir vergessen hatten das Gehirn einzuschalten. Okay, weiter geht's….
Durch GALLTÜR und das schöne PAZNAUNTAL nach ISCHGL. Hier, in diesem Schickimicki Zentrum für neureiche Skifahrer weiß man gar nicht, welche übertrieben Hotelanlage man sich zuerst anschauen soll. Da haben wir uns einfach gar nichts angeschaut, sondern haben uns auf die anfangs monstersteile (vertikal überhang) Asphaltauffahrt ins FIMBATAL gefreut. Die ging wie gesagt sehr steil auf Asphalt los, um dann später in einen tollen Bergweg überzugehen.
Der Aufstieg zur HEIDELBERGER HÜTTE ist überwiegend leicht ansteigend und gut zu fahren. Zwischendurch kann man sehr gut an der GAMPENALPE pausieren, um dann das letzte Stück zur Hütte zu fahren. Zwischendurch passiert man, gekennzeichnet durch ein kleines Schild, die Grenze zur Schweiz. Bei superschönem Wetter und erstklassiger Laune haben wir bald danach die Hütte erreicht. Der Blick auf den noch fast 400 m höher gelegenen FIMBAPASS ließ Spannung auf die dahinter liegende Abfahrt aufkommen. Wir sollten nicht enttäuscht werden. Aber jetzt erstmal eine leckeres Süppchen zur Stärkung und einen kleinen Mittagsschlaf in der Sonne……

Zu Fuß, an angsteinflößenden Murmeltieren vorbei (die haben ständig dem Michael hinterher gepfiffen, glaube ich), schoben wir unsere Drahtesel langsam aber beständig den nicht enden wollenden Pfad zu Pass hinauf. Zum Glück ist der Pfad gut markiert. Im dichten Nebel wäre es jedoch schwierig geworden. Aber was kümmert uns sonnenverwöhnte Biker dieser Gedanke.
Oben angekommen erwartete uns mehr als eine Überraschung. Der Raimund (Papa) und die Petra warteten oben auf dem Pass. Ja wo kommen die den her? Wahrscheinlich auch von unter. Andy hat sich eine Auszeit genommen. Nach einem kleinen Plausch mit ein paar netten Schweizer Alpencrossern, bereiteten wir uns seelisch und moralisch auf die gigantisch aussehende Abfahrt vom höchsten Punkt unserer Tour vor. Der FIMPAPASS, 2608 m hoch. Von oben sieht man nur einen endlos erscheinenden Singletrail durch das Tal schlingern, umgeben von teilweise grün bewachsenen Hängen und Schotterfeldern. Wir kommen uns vor wie in einer Kulisse vom "Herrn der Ringe". So machen sich Frodo und Sam (der dickere bin ich, Haare haben wir beide auf den Füßen) auf den Weg ins Tal. Anfangs noch recht vorsichtig wurden wir immer mutiger und sind nahezu die gesamte Abfahrt (mit Fotopausen) ins Tal getrailed. Waaaaahnsinn…… Das Teil nimmt kein Ende. Durch ein fast trockenes Flussbett und über Northshoretrail verdächtige Brückenkonstruktionen wurde der Pfad zunehmend wegähnlicher.

Irgendwo an einer sonnigen Wiese haben wir uns dann mal ein halbe Stunde Pause gegönnt, uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen (toll, Sonnenbrand) und haben auf Raimund und Petra gewartet. Zusammen haben wir dann gemütlich den Weg zum nächsten Quartier angetreten. Hier haben wir unseren Plan mal wieder geändert und haben in VNÀ anstelle von SUR EN übernachtet. Dies aufgrund eines Tipps von anderen Fahrern. SUR EN liegt tief im Tal und hat bereits am Nachmittag keine Sonne mehr. Außerdem sollten die Übernachtungspreise dort deutliche teurer sein. Also blieben wir oben in VNÀ. Von hier konnten wir bereits einen tollen Blick auf die Felsenwege im VAL D`UINA werfen.
Also, Quartier suchen.
Im Hotel Arina sind wir für 50 SFr p.P. inklusive Halbpension im Matratzenlager super untergekommen. Als wir unser Schlafgemach vorgeführt bekamen traf uns innerlich der Schlag. Durch dunkle Keller und Garagen wurden wir in einen umgebauten Heizungskeller geführt. Hier standen mehrere Klappbetten mit zweifelhaften Matratzen. Das hat Flair. Scheißegal (t`schuldigung) - Spaß muss sein. Schlafen wie bei Fred Krüger !!! (Für 5 SFr mehr hätten wir übrigens in einem richtigen Zimmer schlafen können J ) Das tolle 4- Gänge Menü hat allerdings alles wieder rausgerissen. Das Essen verdient absolute Bestnoten. Zusammen mit anderen Alpencrossern haben wir die nächsten zwei Tage der Tour durchgesprochen bevor wir uns im dunklen Verließ (hoffentlich nicht zur letzten) Ruhe gelegt haben……


Hier findet ihr alle Fotos von diesem Tag

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